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F.A.Z.: Für mehr religiösen Austausch

SAMSTAG, 09.02.2019

F.A.Z. – FRANKFURT

Für mehr religiösen Austausch

„Rat der Religionen“ zieht Bilanz und gibt Ausblick

Im Zusammenleben verschiedener Religionen die Konflikte zu vermeiden, das ist das Ziel des „Rats der Religionen“. Schon seit annähernd zehn Jahren treffen sich in diesem Gremium Christen, Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus, Bahai, Sikh und Mormonen, um den interreligiösen Dialog zu fördern. Jetzt hat der Vorstand eine Bilanz des vergangenen Jahres gezogen und die nächsten Projekte erläutert.

„Wir blicken auf unser arbeitsintensivstes Jahr zurück“, sagte Joachim Valentin, der Vorsitzende des Rats. Im September vergangenen Jahres veranstaltete der Rat seinen ersten Bundeskongress, an dem Räte aus 30 deutschen Städten teilnahmen. Zum zweiten Mal fand 2018 zudem der „Frankfurter Tag der Religionen“ statt. Im Römer stellten sich die verschiedenen Glaubensrichtungen vor. Nach Valentins Worten nahmen mehr als 1000Bürger an der Veranstaltung teil.

Für dieses Jahr freut sich der „Rat der Religionen“ besonders auf die Gestaltung einer Straßenbahn. Auf den Wagen sollen Bilder der Ausstellung „DiverCity FFM“ gezeigt werden, die 2018 im Haus am Dom zu sehen waren. Welche Straßenbahn die Bilder zieren werden, steht noch nicht fest. Außerdem gehen die Fotos für eine Wanderausstellung in die sechs Mitgliedsgemeinden des Rats.

Im Oktober hat der Rat der Religionen gemeinsam mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten eine Jugendorganisation gegründet, wie Valentin hervorhob. Im „Jungen Forum der Religionen“ sollen sich Jugendliche von 16 bis 28 Jahren zum Austausch treffen. „Wir überlassen den Jugendlichen bei der Themensetzung freie Hand“, sagte Karsten Schmidt, Mitglied des Vorstands und Vertreter der buddhistischen Gemeinde. Das „Junge Forum der Religionen“ ist bislang als Pilotprojekt von März bis November geplant.

2019 feiert der Frankfurter „Rat der Religionen“ sein zehnjähriges Bestehen. Das Jubiläum soll mit einem Festakt im Kaisersaal des Römers gefeiert werden. Geschäftsführerin Sarah Wohl sagte, die Feier müsse allerdings noch mit der Stadtverwaltung besprochen werden. lial.