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F.A.Z. berichtet über Multiplikator*innenschulung

FREITAG, 22.06.2018

F.A.Z. – FRANKFURT

So funktioniert die Stadt

Interreligiöse Schulung für Imame und Nonnen

Das Land, in dem sie meist nur kurz arbeiten und leben, ist ihnen fremd. Damit das nicht so bleibt, bietet der Rat der Religionen Imamen, Mönchen, Nonnen und Seelsorgern, die als wichtige Funktionsträger ihrer Gemeinden erst im Erwachsenenalter nach Deutschland gekommen sind, eine interreligiöse Multiplikatorenschulung an. Nach den Sommerferien soll das Programm beginnen. Elf Exkursionen sollen den Vertretern ihrer Religion ein besseres Bild vom Zusammenleben in der deutschen Gesellschaft vermitteln. Themen wie Menschenrechte und Grundgesetz werden ebenso angesprochen wie die Frankfurter Stadtpolitik, öffentliche Gesundheitsversorgung oder das hessische Schul- und Bildungssystem.

Ein ähnliches Programm habe es schon im Jahr 2010 gegeben, sagt Sarah Wohl, Geschäftsführerin des Rats der Religionen. Damals habe sich das Angebot jedoch nur an Imame gerichtet. Diesmal können alle „Schlüsselpersonen in Religionsgemeinschaften“, die erst als Erwachsene nach Deutschland gezogen sind, an dem Projekt teilnehmen. „Wir haben den Anspruch, Kontakte zu vermitteln und den interreligiösen Dialog zu fördern“, sagt Wohl. Für die Teilnehmer kann auf Anfrage ein Dolmetscher organisiert werden. Die Kosten hierfür sind in der Anmeldegebühr von 55Euro enthalten.

Joachim Valentin, Vorsitzender des Rats der Religionen, erhofft sich, durch das Programm „hochreligiöse Migranten“ über die Multiplikatoren zu erreichen. Diese seien nämlich oft Respekts- und Schlüsselpersonen in ihren Gemeinden. „Viele von ihnen sind nur kurz im Land. Wir wollen sie in ihrer Rolle als Integrationsvorbilder unterstützen.“mali.

Anmeldung und weitere Informationen unter kontakt@rat-der-religionen.de.