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Engagiert verbunden bleiben

Rat der Religionen Frankfurt

31. März 2020

Engagiert verbunden bleiben 

Für Gläubige in allen Religionen ist die Verbundenheit mit ihren Glaubensgeschwistern wichtig, genau wie mit allen anderen Menschen.

Die Kontaktbeschränkungen, die wir im Moment erleben, sind eine besondere Herausforderung für uns. Dagegen hilft es, anderen zu helfen – eine ethische Verpflichtung in allen Religionen – und auch eine wissenschaftliche Empfehlung (Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, s. Link unten).

Wir möchten alle ermutigen an diejenigen zu denken, die Unterstützung benötigen:

► diejenigen, die kein Zuhause haben, in das sie sich zurückziehen können;
► Menschen, die wegen ihres Alters oder von Vorerkrankungen verletzlich sind;
► Personen und Unternehmen, deren wirtschaftliche Existenz bedroht ist;
► Menschen in sogenannten „systemrelevanten Berufen“, die Überstunden leisten und Ansteckungsrisiken ausgesetzt sind;
► diejenigen, deren Zuhause für sie nicht sicher ist, die aber nicht ausweichen können und keine Auszeiten mehr haben (häusliche bzw. familiäre Gewalt);
► Kinder und Familien, die so wenig Platz und Ressourcen haben, dass die Kinder zuhause ihre Schularbeiten nur schlecht erledigen und nicht gefördert werden können, oder für die Berufstätigkeit und Betreuung nur schwer zu vereinbaren sind;
► Menschen, die psychisch belastet sind, die unter der Situation besonders leiden und deren Unterstützungssysteme gerade wegbrechen;
► Kranke, deren Behandlungen verschoben werden, um in den Krankenhäusern möglichst viele freie Betten zu haben;
► und viele weitere, die wir vielleicht noch gar nicht im Blick haben.

Angesichts dieser sehr komplexen Situation möchten wir nicht „den einen“ Hilfs- der Spendenaufruf teilen, aber alle ermutigen, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für andere einzusetzen:

sei es durch
► Einkaufshilfen,
► durch Essens- Sach- oder Geldspenden an die Tafel oder für Obdachlose,
► durch eigenes ehrenamtliches Engagement,
► Blutspenden,
► indem man seinen Einkauf bei lokalen Geschäften erledigt, die besonders auf den Umsatz angewiesen sind
► oder indem man eine Nebentätigkeit in einem Bereich aufnimmt, in dem gerade Arbeitskraft gebraucht wird.

Bleiben wir mit denjenigen in Kontakt, die besonders viel Zeit alleine verbringen müssen.
Erkundigen wir uns, welche Einrichtungen in unserer Umgebung gerade ehrenamtliche Hilfen organisieren (Religionsgemeinden, Vereine, private und politische Gruppen), an denen wir uns beteiligen oder die wir in Anspruch nehmen können, wenn wir selbst Hilfe benötigen.

Nicht zuletzt dürfen wir diejenigen nicht vergessen, die jenseits der deutschen Grenzen erkranken und möglicherweise nicht durch eine soziale Marktwirtschaft und ein ausgebautes Gesundheitssystem aufgefangen werden.

Durch die bevorstehende Zeit werden wir nur gemeinsam kommen.

https://www.dgppn.de/schwerpunkte/corona-psyche.html

 

Engagiert verbunden bleiben <3Für Gläubige in allen Religionen ist die Verbundenheit mit ihren Glaubensgeschwistern…

Gepostet von Rat der Religionen Frankfurt am Montag, 30. März 2020