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Aktuelles aus den Gemeinden III

Rat der Religionen Frankfurt

3. April 2020

Während muslimische Gemeinden in Frankfurt ihre Moscheen geschlossen halten, bereiten sie sich auf den Fastenmonat Ramadan vor, der in drei Wochen beginnt und in dem an die Offenbarung des Korans erinnert wird.

Sie engagieren sich in der Nachbarschaftshilfe https://www.facebook.com/468371919932599/posts/2296995640403542/
und kümmern sich darum, dass Informationen über die Covid19-Pandemie verfügbar sind und verbreitet werden.

Neben all diesen praktischen Aktivitäten aber ermutigen sie mit Worten aus dem Koran, wie der Imam der Abu-Bakr-Moschee, Scheikh Hammad Ibrahim, dessen Beitrag über den Optimismus im Islam wir heute teilen:

„Corona-Virus und die Notwendigkeit des Optimismus:

• Die Angst und der Schrecken, die die Welt verschlungen haben, darf den Gläubigen nicht den Optimismus in der Herabsendung der Gnade und Barmherzigkeit Gottes verlieren lassen.

• In Zeiten von Sorgen und Ängsten ist der Optimismus existenziell.
Der Optimismus ist auf die gute Seite des Unglücks zu schauen. Wie ein Weiser sagte: Ich hatte kein Unglück, ohne dass ich darin fünf Segen sah: Es war nicht in meiner Religion, es war nicht schlimmer als es ist, dass Gott mir Geduld dafür gab, dass es mir durch Besseres ersetzt werde, und dass ich auf seinen Lohn im Jenseits hoffe.

• Der Optimismus ist eine gute Sache, und dies wird durch die Korantexte und prophetischen Hadithen (Überlieferungen) belegt:
1.Während sich verschiedene Unglücke und Prüfungen auf den Propheten Joseph und seinen Vater Jakob (Friede sei mit ihnen) vermehrten, weiste Jakob seine Söhne an, indem er sagte: “O meine Söhne, zieht aus und forscht nach Yusuf und seinem Bruder und zweifelt nicht an Gottes Erbarmen, denn an Gottes Erbarmen zweifeln nur diejenigen, die Gott leugnen” (Sure Yousuf, Vers 87).
2.Ein optimistischer Muslim lässt nicht zu, dass sich Verzweiflung in den Ecken seines Herzens nisten. Gott der Erhabene sagt: „Doch es mag sein, dass euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag sein, dass euch etwas lieb ist, was übel für euch ist. Und Gott weiß es, doch ihr wisset es nicht“ (Sure Al-Baqara, Verst 216).
3.Durch die Worte des Propheten Ibrahim (Friede sei mit ihm) sagt Gott der Erhabene: “und wer, außer den Verirrten zweifelt an der Barmherzigkeit seines Herrn.” (Sure Alhijr, Vers 56).
4.Abu Huraira (Gottes Wohlgefallen sei mit ihm), ein Gefährte des Propheten Mohamed, Friede und Segen auf ihm, sagte: “Ich hörte den Propheten sagen: “Keine Panikmache, und das beste ist der Optimismus und die Zuversicht. Jemand sagte: und was ist die Zuversicht O Gesandter Gottes!? Er sagte: “Das gute Wort, das einer von euch zum Hören gibt.”
5.Ibn Massoud, Gottes Wohlgefallen auf ihm, sagte: “Die größten Sünden sind: Gott etwas zugesellen, die Sicherheit vor der Prüfung Gottes und die Verzweiflung an Gottes Erbarmen.”
6.In der Geschichte der Einwanderung und in den Ereignissen, die in Sure Al-Ahzab stehen, stellen wir immer wieder fest, dass unser Prophet (Friede und Segen auf ihm) sich nie von Optimismus und Zuversicht getrennt hat.
7.Wir sind zuversichtlich in den Worten unseres geliebten Propheten Mohamed (Friede und Segen seien mit ihm), indem er sagte “Gott hat keine Krankheit herabgesendet, ohne dass er damit auch das Heilmittel herabgesendet hat“
8.In wissenschaftlichen Laboratorien findet momentan ein Rennen um eine Impfung statt. Wir hoffen und bitten Gott, so bald wie möglich, dieses Ziel zu erreichen.
9.Ein weiterer Wunsch ist, dass die Menschheit eine Lehre davonziehen sollte, ihre politische, wirtschaftliche und soziale Politik auf die beste, fairste und gerechteste Art zu reformieren.“

https://www.facebook.com/abubakrffm/posts/109957737320913?__tn__=K-R

Während muslimische Gemeinden in Frankfurt ihre Moscheen geschlossen halten, bereiten sie sich auf den Fastenmonat…

Gepostet von Rat der Religionen Frankfurt am Donnerstag, 2. April 2020