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Rat der Religionen verurteilt Anschlag von Essen

Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 23. April 2016

Nach Anschlag in Essen auch Frankfurter Sikhs um Sicherheit besorgt

Nach dem Terroranschlag auf eine Feier in der Essener Sikh-Gemeinde seien auch Sikhs in Frankfurt um ihre Sicherheit besorgt. Das äußerte der Rat der Religionen gestern in einer Mitteilung. Bei dem Anschlag in Essen waren am Samstag drei Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Der Essener Polizeipräsident hatte von „religiös eingefärbtem Terror der islamistischen Szene“ gesprochen. Zwei Sechzehnjährige waren festgenommen worden. In Frankfurt ist die größte Sikh-Gemeinde in Deutschland beheimatet. Der Vorsitzende des Rates der Religionen gehört zu dieser Religionsgemeinschaft. Es sei neu, dass eine religiöse Minderheit in Deutschland Opfer von Terror durch den Missbrauch von Religion geworden sei, so der Rat. Der Gewaltakt zeige, dass zunehmend auch jüngere Menschen radikalisiert würden. Viel stärker als bisher müsse präventiv gegen alle Formen der Radikalisierung in den Gemeinden vorgegangen werden. toe.