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Multireligiöse Feier in der Paulskirche

Rat der Religionen organisiert Feier der Vielfalt zum Jahrestag der Einheit

Mit Friedensbotschaften, Liedern und Rezitationen haben neun Religionsgemeinschaften in der Frankfurter Paulskirche für Respekt, Dialog und Frieden geworben. Die Multireligiöse Feier am gestrigen Mittwoch wurde vom Rat der Religionen Frankfurt in Kooperation mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten organisiert. Aus Anlass des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit hatte die Stadt Frankfurt am Main zu der Veranstaltung eingeladen. Vor gut 650 Gästen bekannten sich die Vertreter der Sikh-Religion, der Jüdischen Gemeinde, der Ahmadiyya Muslim Jamaat, der Bahà’ì, der Hinduistischen Gemeinden, der Christlichen Gemeinde Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, der Christen, der Muslime und der Buddhistischen Gemeinden in einer gemeinsamen Erklärung zu den Chancen der Einheit in der Vielfalt.

Oberbürgermeister Feldmann würdigte die Feier und das Engagement des Rats der Religionen: „Die Multi-Religiöse Feier anlässlich der Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit war ein wichtiges Zeichen unserer internationalen, vielfältigen Stadt. Heute geht es nicht mehr um eine Mauer zwischen West und Ost, sondern darum, in Europa keine neuen Mauern und Zäune zu errichten – schon gar nicht zwischen Religionen!“

Integrationsdezernentin Eskandari-Grünberg betonte, dass es wichtig sei, nicht zu fragen was uns trenne, sondern was uns verbinde. „Die Religionsgemeinschaften haben das in dieser Feier zum Ausdruck gebracht. Auch in unserem täglichen Zusammenleben muss uns dies bewusst sein. Es ist wichtig, dass es in dieser Stadt einen Rat der Religionen gibt, denn in der Betonung des Verbindenden kommt den Religionen eine besondere Rolle zu.“

Khushwant Singh, Vorsitzender des Rats der Religionen, bedankte sich bei allen vertretenen Religionsgemeinschaften und der Stadt: „Die beeindruckende Feier hat gezeigt: Der Kern der Religion, die Spiritualität, verbindet uns alle. Ihre einheits- und friedensstiftende Kraft gilt es mit Hingabe zu gestalten – für das persönliche und gesellschaftliche Wohl!“

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Das Programmheft der Multireligiösen Feier.

Die Rede des Vorsitzenden Khushwant Singh.

Die von den neun Religionsgemeinschaften vorgetragene Gemeinsame Erklärung.