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Jüdische Gemeinde wieder im Rat der Religionen aktiv

Gemeinsame Pressemitteilung der jüdischen Gemeinde und des Rates der Religionen Frankfurt:

Frankfurt, 29.06.2017. Die Jüdische Gemeinde Frankfurt hat am 26.06.2017 beschlossen, ihre Mitgliedschaft im Rat der Religionen Frankfurt wiederaufzunehmen. „Über diese gute  Nachricht freuen wir uns sehr. Wir waren ja auch in den vergangenen drei Jahren in gutem Kontakt“, so der im Mai neu gewählte Ratsvorsitzende, Prof. Dr. Joachim Valentin (Katholische Kirche Bistum Limburg / Leiter Haus am Dom).

Die Jüdische Gemeinde wird vertreten durch Professor Dr. Leo Latasch (Vorstandsmitglied Jüdische Gemeinde), Rabbiner Julien-Chaim Soussan (Rabbiner Jüdische Gemeinde) und Daniel Kempin (Egalitärer Minjan). „In Zeiten von Terrorismus und zunehmendem Antisemitismus ist es wichtiger denn je, einen breiten Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften untereinander und auch mit den nicht religiösen Teilen unserer Gesellschaft zu pflegen. Deshalb haben wir uns entschieden, unsere Positionen und Erfahrungen im interreligiösen Dialog wieder in den Rat der Religionen einzubringen“, begründet die Jüdische Gemeinde ihre Entscheidung.

Der Rat der Religionen Frankfurt fördert den Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften und der Stadtgesellschaft – und nimmt aus einer religiösen Sicht Stellung zu gesellschaftlichen und politischen Themen der Stadt Frankfurt. Eines der Ziele ist dabei, gemeinsam stadtpolitische Impulse zu setzen und dafür einzutreten, dass auch die stärkende Funktion von Religiosität sichtbar wird. Gleichzeitig erfordert die Dialogarbeit aber auch, dass immer wieder grundlegende Debatten geführt werden, Vertrauen erneuert und Selbstreflexion betrieben wird. Aus Sicht des Rates der Religionen gibt es dazu keine Alternative.

Aktuell arbeitet der Rat der Religionen Frankfurt unter anderem in einem Kooperationsprojekt mit der Stadt Frankfurt daran, durch die gemeinsame Würdigung religiöser Feiertage der großen Religionsgemeinschaften eine ausgewogenere Wahrnehmung der unterschiedlichen Religionen in Frankfurt zu fördern. Das laufende Bildungsprojekt „(K)eine Glaubensfrage“ in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank hat seit 2013 über 2.000 Lehrkräfte sowie über 5.000 Schülerinnen und Schüler erreicht und  wird derzeit durch das hessische Kultusministerium gefördert.

Weitere Informationen über die Tätigkeit des Rates der Religionen sowie über die Jüdische Gemeinde Frankfurt finden Sie unter:

 

Rat der Religionen Frankfurt

www.rat-der-religionen.de

www.facebook.com/RatderReligionen

www.twitter.com/RatReligionen

Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main

www.jg-ffm.de